Vorsorgeuntersuchungen für Senioren: Ein Check-up für die Gesundheit!

Wann waren Sie zuletzt bei einer Vorsorgeuntersuchung? Viele Senioren schieben die Untersuchungen auf. Oder sie wissen gar nicht, dass sie einen Anspruch darauf haben. Die wichtigsten Check-Ups im Überblick.

Aus Angst vor Corona haben viele ältere Menschen Arztbesuche aufgeschoben. Sie blieben in den vergangenen Monaten lieber zu Hause. Wieder andere wissen gar nicht, welche regelmäßigen Untersuchungen beim Arzt  ihnen zustehen. Doch was immer der Grund ist: Der Verzicht auf Vorsorgeuntersuchungen macht Medizinern und Krankenkassen Sorge. Denn die Check-Ups helfen Senioren, im höheren Lebensalter fit zu bleiben und so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Warum ist Vorsorge im Alter so wichtig?

Im Ruhestand fühlen sich viele Menschen noch topfit. Das ist prima und soll lange so bleiben. Doch zahlreiche Erkrankungen verlaufen in ihrer frühen Phase ohne Beschwerden und können deshalb gefährlich werden. Dazu zählen zum Beispiel Diabetes oder auch Bluthochdruck.

Der regelmäßige Gang zum Arzt soll Senioren helfen, Risikofaktoren auszuschließen und Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Denn die Früherkennung erhöht die Heilungschancen und damit die Lebenserwartung älterer Menschen.

Vorsorge bedeutet also, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Deshalb sollten Senioren zum Arzt gehen, bevor sie Beschwerden haben oder körperliche Veränderungen sehen.

Kosten Vorsorgeuntersuchungen Geld?

Die regelmäßige Teilnahme an wichtigen Untersuchungen wird vor allem mit mehr Lebensqualität im Alter belohnt. Eine Reihe von Untersuchungen zählen zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Senioren zahlen dafür keinen Cent aus eigener Tasche.

Und nicht nur das: Viele Krankenkassen belohnen einen gesunden Lebensstil zudem. Senioren, die regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, können an einem Bonussystem teilnehmen. Bei einem Gespräch mit der eigenen Krankenkasse finden sie heraus, welche Prämien es gibt.

Diese Vorsorgeuntersuchungen sind kostenlos

  • Halbjährliche Kontrolle der Zähne,
  • Gesundheits-Check-Up beim Hausarzt alle drei Jahre,
  • Hautkrebs-Früherkennung alle zwei Jahre,
  • Darmkrebsvorsorge alle zwei Jahre.

Je nach Vorsorgeuntersuchung müssen Senioren Termine bei Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen vereinbaren.

Vorsorge: Die Zahnkontrolle

Zweimal im Jahr haben gesetzlich versicherte Senioren den Anspruch auf einen Check beim Zahnarzt. Er führt eine Kontrolluntersuchung durch. Zusätzlich zahlt die Krankenkasse einmal im Jahr die Entfernung von Zahnstein und alle zwei Jahre die Früherkennung von Paradontitis.

Es lohnt sich für Versicherte, das Bonusheft zu pflegen und regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Denn bei Bedarf erhalten sie einen höheren Zuschuss zum Zahnersatz.

Der allgemeine Check-Up

Wie steht es allgemein um die eigene Gesundheit? Die Antwort auf diese Frage gibt ein allgemeiner Check-Up. Er wird alle drei Jahre von einem Allgemeinmediziner durchgeführt. Senioren kümmern sich dafür um einen Termin in der Hausarztpraxis.  Der Arzt führt bei dem Termin eine ganze Reihe von Untersuchungen durch. Dazu zählen:

  • die Bestimmung von Größe und Gewicht,
  • das Abhören von Herz und Lunge,
  • die Messung des Blutdrucks,
  • der Check des Bewegungsapparats,
  • der Haut ,
  • der Sinnesorgane,
  • des Nervensystems
  • und der Psyche,
  • Blutuntersuchungen und
  • Urinuntersuchungen.

Da die Untersuchung länger dauert, sollten Senioren Zeit mitbringen. Grundsätzlich dient der allgemeine Check-Up dazu, Nierenerkrankungen, Diabetes und Erkrankungen von Herz und Kreislauf frühzeitig zu erkennen.

Vorsorge: Das Hautkrebs-Screening

Je älter ein Mensch wird, desto länger war seine Haut bereits schädlichen UV-Strahlen ausgesetzt. Eine regelmäßige Untersuchung beim Hautarzt ist deshalb für Senioren wichtig, um Hautkrebs bereits im Frühstadium auf die Spur zu kommen.

Gesetzlich Versicherte haben alle zwei Jahre einen Anspruch auf ein Screening. Der Arzt untersucht dabei den gesamten Körper nach Auffälligkeiten und entnimmt gegebenenfalls kleine Gewebeproben.

Die Darmkrebsvorsorge

Um Darmkrebs vorzubeugen, können Versicherte alle zwei Jahre einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl durchführen lassen. Zusätzlich haben sie ab dem Alter von 55 Jahren einen Anspruch auf zwei Darmspiegelungen. Dabei untersucht ein Facharzt den gesamten Dickdarm mit einem Endoskop.

Die Untersuchungen werden im Abstand von zehn Jahren durchgeführt. Mit einer Ausnahme: Wird die erste Untersuchung erst mit 65 Jahren gemacht, gilt der Anspruch nur noch für eine Darmspiegelung.

Zusätzlich gibt es weitere Untersuchungen speziell für Frauen oder Männer. Auch für diese Untersuchungen übernehmen die Krankenkassen die Kosten:

Untersuchungen speziell für Frauen

Zur Vorsorge bei Frauen zählt

  • die jährliche Krebsfrüherkennung beim Gynäkologen. Der Arzt untersucht den Genitalbereich und tastet die Brust ab,
  • ein Mammografie-Screening zur Brustkrebsfrüherkennung. Frauen zwischen dem 50. Und 69. Lebensjahr haben darauf alle zwei Jahre einen Anspruch.

Untersuchungen speziell für Männer

Auch bei Männern unterstützen die Krankenkassen die Krebsvorsorge:

  • Einmal jährlich haben die Versicherten einen Anspruch auf eine Untersuchung der Genitalien und der Prostata beim Urologen.
  • Ab dem 65. Lebensjahr hilft eine einmalige Ultraschall-Untersuchung zudem, eine Erweiterung der Bauchschlagader frühzeitig zu erkennen.

IGeL-Leistungen kosten extra

Zusätzlich bieten Ärzte noch eine Reihe anderer Untersuchungen an. Dazu zählt etwa die Untersuchung auf ein Glaukom (Grüner Star) beim Augenarzt. Oder die Messung der Knochendichte, für die Früherkennung von Osteoporose. Für diese Untersuchungen übernehmen die Krankenkassen keine Kosten. Senioren müssen sie aus eigener Tasche zahlen.

Es handelt sich dabei um sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (kurz IGeL). Gut zu wissen: Bei vielen Angeboten ist der medizinische Nutzen umstritten und Patienten sind nicht verpflichtet, diese Zusatzleistungen anzunehmen.

Was gehört zu einem gesunden Lebensstil?

Neben regelmäßiger Vorsorge gehört auch gesundes Essen und ausreichend Bewegung zu einem gesunden Lebensstil. Impfungen helfen, schweren Krankheiten vorzubeugen. Alles zusammen trägt dazu bei, dass Senioren, so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrem liebgewonnenen Zuhause wohnen können.

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Dennoch kann es notwendig sein, dass Senioren im höheren Lebensalter zusätzliche Hilfeleistungen benötigen. Das kann das Monatsbudget stark belasten. Wer eine Immobilie besitzt, hat die Möglichkeit, dort gebundenes Kapital wieder flüssig zu machen – mit einer Immobilienrente der Deutsche Leibrenten. Mit der Zusatzrente erweitern Immobilienbesitzer im Alter ihren finanziellen Spielraum und sichern sich viel Lebensqualität im Ruhestand.

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