Aquafitness für Senioren: Auf die sanfte Art fit bleiben

Auch Bewegungsmuffel wissen: Wer in der zweiten Lebenshälfte gesund bleiben möchte, kommt um Sport nicht herum. Besonders gut geeignet für Senioren sind Aquafitness und Wassergymnastik. Für die Übungen im Wasser müssen Sie nicht einmal ein guter Schwimmer sein.

 

Aquafitness: Gute Übungen für ältere Menschen im Wasser

Schwimmen bietet besonders viele gesundheitliche Vorteile, weil diese Sportart sehr gelenkschonend ist. Anders als beim Joggen oder Radfahren spüren Sie im Wasser die Verschleißerscheinungen in den Gelenken nicht so stark. Im Gegenteil: Die Übungen im Wasser helfen dabei, Gelenkbeschwerden zu lindern und Muskeln aufzubauen.

Viele Senioren fühlen sich im tiefen Becken jedoch nicht besonders wohl, außerdem ist die Anstrengung beim Schwimmen für Einsteiger häufig zu hoch. Da bieten sich die Übungen und Bewegungen der Aquafitness und Wassergymnastik an. Diese sind besonders schonend, können im flachen Wasser ausgeführt werden und kräftigen den ganzen Körper.

Vom Auftrieb im Wasser profitieren: Aquafitness und Wassergymnastik

Viele Bewegungen fallen im Wasser aufgrund des Auftriebs deutlich leichter. Je nach Tiefe des Schwimmbeckens müssen Sie nur ein Zehntel ihres Gewichts tragen. Die Folge: Mehr Bewegungsfreiheit, geringere Belastung der Gelenke und verminderte Verletzungsgefahr. Auch das Herz-Kreislauf-System wird positiv beeinflusst, weil der Wasserdruck den Venenrückfluss verbessert und das Gewebe massiert.

Die positiven Auswirkungen der Aquafitness sind so überzeugend, das sogar Profisportler regelmäßig ins Schwimmbecken steigen und das Wasser als Trainingspartner nutzen. Wenn Sie ebenfalls mit Übungen im Wasser starten wollen, empfiehlt sich ein Trainingseinstieg in einer Gruppe unter Anleitung einer ausgebildeten Fachkraft, die auch die nötigen Hilfsmittel wie Hanteln oder Schwimmhilfen zur Verfügung stellt. Zudem macht das Trainieren in der Gruppe auch mehr Spaß.

Häufige Fragen zu den Übungen im Wasser

Was ist Aquafitness? Gibt es Unterschiede zur Wassergymnastik?

Beide Sportarten ähneln sich, es gibt jedoch Unterschiede. Zu den Gemeinsamkeiten gehört, dass Wassergymnastik und Aquafitness im flachen Beckenbereich bei einer Wassertiefe von 1,20 bis 1,40 Meter ausgeführt werden. Die Temperatur liegt idealerweise etwas höher als in einem Freibad und sollte 27 bis 32 Grad betragen.

Bei der Wassergymnastik steht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Meist wird diese auch Aquagymnastik genannte Sportart vom Arzt verschrieben, wenn zum Beispiel nach Verletzungen oder Operationen die Beweglichkeit wieder hergestellt werden soll.

Aquafitness richtet sich dagegen an Menschen, die eine Kombination aus Sport, Spaß und gelenkschonenden Übungen suchen. Sie möchten sich im Wasser bewegen und ihrem Körper etwas Gutes tun, ohne gleich viele Bahnen zu schwimmen.

Warum ist Aquafitness für Senioren vorteilhaft?

Weil die Gelenke im Wasser entlastet werden, eignet sich Aquafitness besonders für Senioren, die aufgrund von körperlichen Einschränkungen nicht voll bewegungsfähig sind oder sogar Gelenkschmerzen verspüren. Häufig ist dies auch Ursache für einen Teufelskreis: Schmerzen im Gelenk führen automatisch zu weniger Bewegung, was wiederum zum Muskelschwund führt und die Bewegungsschmerzen dann sogar noch verstärkt. Dem kann mit einem Bewegungsprogramm im Wasser entgegengearbeitet werden.

Positiver Nebeneffekt der Aquafitness: Stürze enden im Wasser ganz harmlos – anders als in der Gymnastikhalle. Wer also an Gleichgewichtsstörungen leidet oder sich nicht sicher auf einem Bein fühlt, kann im Wasser sorglos die Übungen machen.

Welche positiven Effekte haben Übungen im Wasser?

Einerseits profitiert der Körper vom Auftrieb des Wassers, andererseits muss der Körper auch gegen den Widerstand des Wassers arbeiten. Bewegungen erfordern deshalb einen höheren Kraftaufwand, was die Muskulatur stärkt und die Ausdauer fördert. Der gesamte Bewegungsapparat wird so gestärkt.

Eine gezielte Wassergymnastik ist eine hervorragende und effektive Reha-Maßnahme. Sie wird häufig nach Knieprothesen verschrieben. Und die Effekte sind sehr schnell spürbar. Wer bereits wenige Tage nach einer Operation mit den Übungen im Wasser beginnt, gewinnt schneller an Beweglichkeit und erleidet weniger Schmerzen als Patienten, die nur an Land bleiben.

Auch zum Abnehmen eignet sich ein Aquafitness-Workout ideal, weil das Wasser den Kalorienverbrauch in die Höhe treibt. Denn damit der Körper im Schwimmbecken nicht auskühlt, zieht der Stoffwechsel an. Deshalb verbraucht der Körper bei Übungen im Wasser deutlich mehr Kalorien als an Land.

Tolles Workout: Sanfte Bewegung im Wasser

Ein wichtiger Aspekt der Aquafitness: Das Herz-Kreislauf-System wird effektiv trainiert, dabei bauen Sie auch Stresshormone ab. Einer möglichen Altersdepression können Sie so vorbeugen.

Und damit Sie ungestört trainieren, sollten Sie bei Ihrem Schwimmbad nach speziellen Sportprogrammen oder Zeiten für Senioren fragen. Dann können Sie nämlich in aller Ruhe die Zeit im Becken genießen und sich ganz auf Ihr Wohlbefinden konzentrieren.

Nicht vergessen: Aufwärmen im Wasser ist wichtig!

Auch wenn beim Aquafitness die Wassertemperatur etwas höher als im normalen Schwimmbad sein sollte, ist es dennoch wichtig, sich erst an die nasse Umgebung zu gewöhnen. Also langsam in das Wasser hineingleiten und vor den eigentlichen Sportübungen erst einmal etwas Aquajogging betreiben oder sogar ein oder zwei Bahnen schwimmen.

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