Alles im Blick: Lesehilfen für Senioren

Vielen Senioren fällt es schwer, Zeitungen, Bücher oder Preisschilder zu lesen. Häufig sind die Buchstaben viel zu klein gedruckt. Mit einer Lesehilfe kommt die Freude am Schmökern zurück.

Der Herbst hält wieder Einzug in Deutschland. Damit werden die Tage kürzer und dunkler – genau die richtige Jahreszeit, um sich mit einem Buch und einer Decke einen schönen Nachmittag auf der Couch zu machen. Schade nur, wenn Sie die kleinen Buchstaben nicht mehr richtig entziffern können.

Mit der Lesehilfe den Alltag bewältigen

Die nachlassende Sehkraft ist eine typische Begleiterscheinung des Älterwerdens. Leider helfen dagegen keine Pillen oder Gymnastikübungen. Stattdessen gibt es für nahezu jeden Einsatzzweck die passende Lesehilfe, eine nicht mehr wegzudenkende Hilfe im Alltag.

Trotz nachlassender Sehkraft müssen Sie also nicht auf die Freude des Lesens verzichten. Genauso können Sie dank der passenden Lupe bzw. Lesehilfe auch Ihren Hobbys weiter nachgehen. Denn auch beim Puzzeln oder Patiencen legen helfen die optischen Geräte weiter.

Unbeschwert ein Buch genießen dank Lesehilfe

Welche Lesehilfe oder Lupe Sie genau brauchen, hängt vom Einsatzzweck ab und natürlich von der noch vorhandenen Sehkraft. Wichtig: Die Lesehilfe ist kein Ersatz für eine vom Optiker oder Augenarzt verordnete Sehbrille. Es geht lediglich darum, in bestimmten Situationen und für ganz besondere Einsatzzwecke eine optische Hilfe einzusetzen.

Ob eine Lesehilfe für Sie passend ist, klären wir in den folgenden Abschnitten.

Was sind Lesehilfen?

Streng genommen gehören auch die Lesebrillen, die Sie zum Beispiel in einer Drogerie kaufen können, schon zu den Lesehilfen. Für leichtere Formen der Altersweitsichtigkeit sind die günstigen Lesebrillen häufig auch völlig ausreichend.

Wenn die Sehkraft aber deutlich nachlässt, reicht eine Lesebrille nicht mehr aus. In diesem Fall ist eine Lesehilfe wie zum Beispiel eine klassische Lupe oder eine spezielle Leselupe sinnvoll. Viele Leselupen gibt es auch mit einem integrierten Licht, was vor allem in dunklen Räumen eine sehr große Verbesserung bewirkt.

Sollte die Sehkraft nur noch sehr gering sein, helfen elektronische Lesehilfen weiter. Dies sind stationäre Bildschirmlesegeräte mit einem integrierten Lesetisch, der unterhalb einer Kamera angebracht ist. Sie können Ihr Buch oder Ihre Zeitung auf dem Lesetisch positionieren und dann auf einem darüber angebrachten Bildschirm den Text in sehr hoher Auflösung in Wunschgröße lesen.

Es gibt aber auch kompakte elektronische Lesehilfen für unterwegs, allerdings sind die Bildschirme klein. Für größere Texte wird die Bedienung deshalb sehr unhandlich, so dass sich elektronische Lesehilfen für unterwegs vor allem für kurze Texte eignen.

Für wen lohnt sich eine Lesehilfe?

Bei altersbedingtem Sehkraftverlust ist eine Lesehilfe eine gute Wahl. Auch dann, wenn Sie bereits eine Brille tragen. Denn gerade beim Lesen mit schwachem Umgebungslicht fällt es häufig sehr schwer, auf kurze Entfernungen noch scharf zu sehen.

Aber auch bei Augenkrankheiten wie Grüner oder Grauer Star kann eine Lesehilfe sinnvoll sein. Außerdem gibt es noch die unter Senioren häufig vorkommende Makuladegeneration – auch hier kann die Lesehilfe unterstützen.

Eine Lesehilfe kann zudem als zeitlich befristete Übergangslösung nützlich sein. Nach einer OP oder einem Unfall ist die Sehkraft häufig eingeschränkt. Um die Zeit der Erholung mit einem schönen Buch zu überbrücken, hilft eine Lupe oder ein Lesetisch.

Ist die klassische Lupe ausreichend?

Das bekannteste Modell einer Lesehilfe ist sicherlich die klassische Lupe, oft auch Vergrößerungsglas genannt. Besonders gut an der Lupe: Sie ist handlich, leicht zu bedienen und meist auch sehr kostengünstig. Je nach vorhandener Sehstärkte sollte eine Lupe mit passender Vergrößerung ausgewählt werden.

Häufig wird die Lupe auch in Kombination mit einem Klappständer oder Umhängeband verkauft. Das ist besonders praktisch, wenn Sie in der Wohnung mit der Lupe herumlaufen, weil Sie das kleine Gerät dann nicht aus Versehen irgendwo weglegen und nicht mehr wiederfinden.

Gibt es auch spezielle Leselupen?

Für den Einsatzbereich am Tisch gibt es auch spezielle Leselupen. Dabei wird die Leselupe auf den Tisch gestellt, über eine integrierte Lampe kann dann die Zeitung oder das Buch angestrahlt werden. Besonders vorteilhaft an den Leselupen ist, dass das Lupenglas meist größer ist als bei den kleinen Handgeräten. Das vereinfacht das Lesen, wenn man ein dickeres Buch oder eine größere Zeitung lesen möchteund ist sehr viel bequemer.

Gibt es Sehhilfen bei Makuladegeneration?

Die Makuladegeneration ist eine der häufigsten Ursachen von Erblindungen im Erwachsenenalter und tritt meist ab dem 50. Lebensjahr auf. Bei der Makuladegeneration wird der wichtigste Teil der Netzhaut zerstört, sodass scharfes Sehen nicht mehr möglich ist. Im schlimmsten Fall droht eine weitgehende Erblindung. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und therapiert, kann das Fortschreiten der Krankheit deutlich verlangsamt werden.

Vor allem im Alltag beim Lesen oder Einkaufen können bei einer Makuladegeneration vergrößernde Sehhilfen für Sicherheit sorgen. Mit besonders hoch vergrößernden Lupen können kleine Texte wieder lesbar gemacht werden. Und mit einer Standlupe haben Sie auch die Hände zum Schreiben wieder frei.

Beitrag teilen:
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on print
Print
Share on email
Email
Share on facebook
Facebook
Mehr über die Immobilienrente erfahren: