Smartwatches und Fitnessarmbänder für Senioren: Darauf sollten Senioren beim Kauf achten

Senioren trauen sich nicht an moderne Technik ran? Immer mehr ältere Menschen räumen mit diesem Vorurteil auf und nutzen die Vorteile von Computer, Smartphone – und Smartwatch oder Fitnessarmband. Denn die smarten Wearables helfen ihnen, gesund zu bleiben.

Viele über 65-Jährige sind heute wie selbstverständlich im Internet unterwegs, am eigenen PC, Notebook oder mit dem Smartphone. Und auch Smartwatches und Fitnessarmbänder werden bei der älteren Generation immer beliebter. Doch beim Kauf stehen viele Senioren vor Problemen: Was ist der Unterschied zwischen Pedometer oder Fitnessarmband und Smartwatch? Welches Gerät bringt den meisten Nutzen? Und muss es überhaupt ein sogenanntes Wearable sein? Hier ist es wichtig, vor dem Kauf zu entscheiden, was das smarte Gerät leisten soll.

Sie wollen jeden Tag aktiv sein?

Wer täglich eine bestimmte Anzahl Schritte gehen will, dem genügt bereits ein digitaler Schrittzähler als Motivationshilfe. Ein Pedometer zählt die täglich zurückgelegten Schritte, die Distanz und den Kalorienverbrauch. Er kann bequem in der Hosentasche, mit einem Clip am Hosenbund oder an einem Band um den Hals getragen werden. Es gibt auch Modelle, die am Handgelenk getragen werden. Allen gemeinsam ist, dass sie ohne Bluetooth und Smartphone genutzt werden können. Achten Sie beim Kauf auf ein großes Display mit einer gut lesebaren Anzeige, eine einfache Bedienung und eine lange Akkulaufzeit. Günstige Modelle gibt es schon ab 20 Euro, etwa bei Amazon.

Sie wollen Ihre Gesundheit überwachen?

Ein Fitnessarmband wie etwa das Fitbit Charge 4 wird dagegen am Handgelenk getragen und per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Dabei ist es egal, ob Sie ein Android-Smartphone oder ein iPhone mit iOS besitzen. Fitnesstracker erfassen sportliche Aktivitäten, zurückgelegte Schritte und Distanz, die Herzfrequenz und je nach Modell auch die Schlafphasen und das Stresslevel. Die Ergebnisse lesen Nutzer in der zum Armband gehörenden App nach. Einige haben zudem einen GPS-Sensor eingebaut und können Routen aufzeichnen. Im Vergleich zu Smartwatches sind Fitnesstracker deutlich günstiger.

Smartwatches sind keine medizinischen Geräte

Mehr noch als Fitnesstracker sind viele Smartwatches Lifestyle-Accessoires. Sie wollen die herkömmliche Uhr ersetzen, haben einen Touchscreen und können zahlreiche Funktionen des Smartphones übernehmen, etwa Telefonate führen oder E-Mails checken. Viele Funktionen verwirren Senioren jedoch und werden von ihnen nicht benötigt. Auch Smartwatches helfen, die eigene Fitness und Gesundheit im Auge zu behalten. Deshalb raten Experten vor dem Kauf einen Blick eher auf solche Features zu legen. So sollte die smarte Uhr die Schritte und Aktivitäten aufzeichnen, den Puls und die Herzfrequenz messen.

Eines muss Senioren aber klar sein: Smartwatches sind keine medizinischen Geräte. Sie dienen zum Überwachen wichtiger Gesundheitsinformationen, aber nicht, um Krankheiten zu diagnostizieren. Dafür sind die Sensoren der smarten Uhren am Handgelenk häufig zu ungenau. So sendet die Apple Watch Mitteilungen zur Herzfrequenz und löst bei einem unregelmäßigen Rhythmus Alarm aus. Senioren, die sich die Uhr zulegen wollen, müssen unbedingt auch ein iPhone besitzen, denn die Smartwatch kommuniziert nicht mit Android-Smartphones. Auch die Withings ScanWatch wirbt damit, Probleme bei der Herzgesundheit zu erkennen. Sie ist günstiger als das Apple-Modell und funktioniert sowohl mit dem iPhone als auch mit Android-Handys.

Neben der Abhängigkeit vom passenden Smartphone sollten Senioren beim Kauf auch auf ein großes Display bzw. Ziffernblatt achten. Zudem ist es wichtig, dass die Uhr robust ist. Sie sollte wasserdicht und gegen Staub geschützt sein. Für viele Nutzer spielt auch die Akkulaufzeit eine Rolle. Wer ein Gerät mit GPS-Funktion wählt, um Routen aufzuzeichnen, muss sein Gerät häufiger an die Steckdose hängen. Angst vor dem Einrichten sollten sich ältere Nutzer aber nicht machen – wer ein Smartphone besitzt, kommt auch mit dem Betriebssystem der Uhr klar.

Spezielle Smartwatches für Senioren

Wem herkömmliche Smartwatches zu viel „Schnickschnack“ bieten, kann zu Modellen greifen, die speziell für Senioren und deren Sicherheit entwickelt wurden. So bietet etwa die Telekom die Safety Watch TCL MT43AX an. Das Gerät verfügt über eine integrierte Telefonfunktion. So ist der Träger unterwegs erreichbar, auch wenn er kein eigenes Handy dabeihat. Über einen SOS-Notfallknopf kann bei Bedarf Hilfe geholt werden. Nachdem der Knopf gedrückt wurde, erhält der vorher festgelegte Notruf-Kontakt eine Benachrichtigung auf sein Handy. Im Falle eines Sturzes sorgt die automatische Sturzerkennung zudem dafür, dass der Notfall-Kontakt eine SOS-Nachricht erhält. Die ebenfalls integrierte GPS-Funktion übermittelt den Standort des Wearables, damit er auf seinem Handy sehen kann, wo sich der Träger der Uhr gerade befindet.  Zudem zählt die Sicherheitsuhr die Schritte des Trägers und misst den Puls. Damit ein Notfall-Kontakt im Falle eines Falles benachrichtigt wird, muss ein Angehöriger die zur Smartwatch gehörende Notfall-App auf seinem Handy installieren und die Uhr mit seinem Smartphone koppeln. Er ist dann der Administrator und kann weitere Notfall-Kontakte einrichten. Für die Sicherheitsuhr benötigen die Träger zudem einen speziellen Telekom-Tarif, ohne den die GPS-Ortung, die SOS-Funktion und das Telefonieren nicht funktionieren. Für welches Gerät Senioren sich auch immer entscheiden: Mit einem Pedometer oder der smarten Technik von Fitnessarmbändern und Smartwatches bleiben sie auch im Alter aktiv.

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