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Immobilie verkaufen im Ruhestand: Eine Sache der Emotionen

Viele Menschen bauen in jungen Jahren ein Haus oder kaufen eine Eigentumswohnung und leben dort glücklich und unbeschwert. Doch mit zunehmendem Alter kann die Immobilie zur Belastung werden. Hier können Senioren und Seniorinnen durch eine Immobilienverrentung rechtzeitig gegensteuern.

Das eigene Zuhause ist mehr als nur Wände und Dach: Es ist unser ganz persönlicher Rückzugsort, unser Lieblingsplatz, an dem wir uns geborgen fühlen. Je länger wir an diesem Ort leben, umso mehr sind wir dort verwurzelt und umso größer ist unser Zugehörigkeits- und Sicherheitsgefühl. Viele Menschen wollen an diesem Ort ihren Ruhestand verbringen, doch im Laufe eines Lebens können sich die Bedürfnisse verändern. Dann kann es notwendig werden, die Immobilie zu verkaufen und Verpflichtungen abzugeben. In diesem Ratgeber erfahren Sie,

  • warum ältere Immobilienbesitzer und -besitzerinnen eine Checkliste für den privaten Verkauf benötigen,
  • welche Unterlagen sie für potenzielle Käufer und Käuferinnen parat haben müssen,
  • welche Rolle Emotionen beim Verkauf spielen,
  • warum Senioren und Seniorinnen den Kaufpreis häufig falsch einschätzen,
  • wie sich Verkäufer und Käufer beim Preis einigen und
  • welche Möglichkeiten der Immobilienmarkt neben dem Verkauf bietet.

Checkliste machen für den privaten Hausverkauf

Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihr Haus oder die Eigentumswohnung privat verkaufen wollen, haben sich eine ganze Menge vorgenommen. Denn die Abwicklung des Verkaufsprozesses kann sehr mühsam sein. Eine Checkliste kann ihnen helfen, die einzelnen Schritte abzuhaken. Dazu zählen:

  • die notwendigen Unterlagen für den Verkauf zusammenzustellen,
  • einen realistischen Preis für die Immobilie festzulegen,
  • ein Exposé mit guten Fotos für die Vermarktung zu erstellen,
  • Besichtigungen mit Interessenten und Interessentinnen zu koordinieren,
  • Verhandlungen mit potenziellen Käufern und Käuferinnen zu führen und schließlich
  • die Verkaufsabwicklung beim Notar oder der Notarin.

Tipp: Zahlreiche Maklerinnen und Makler bieten im Internet Checklisten für den privaten Verkauf an, an denen man sich beim Verkauf orientieren kann.

Die wichtigsten Unterlagen für den Hausverkauf

Zu den wichtigsten Unterlagen, die beim Verkauf parat liegen müssen, gehören

  • ein Grundriss der Immobilie und falls vorhanden, eine Wohnflächenberechnung.
  • Ein Lageplan, der zeigt, wie sich das Objekt in die Umgebung einfügt und wo ggf. angebaut wurde.
  • Ein neuer Grundbuchauszug vom Grundbuchamt.
  • Die Brand- und ggf. sonstige Gebäudeversicherungsunterlagen. Eine Brandversicherung ist in Deutschland Pflicht.
  • Eine Liste der monatlichen Nebenkosten. Dazu gehören Kosten für Öl/Gas, Müllabfuhr, Wasser, Versicherungen und Grundsteuer.
  • Eine Liste der letzten Renovierungen, aus der hervorgeht, was wann erneuert wurde.
  • Der Energieausweis der Immobilie, er ist eine Pflichtunterlage beim Verkauf der Immobilie.

Warum sind Verkäufer und Verkäuferinnen so emotional beim Immobilienverkauf?

Die Unterlagen zusammenstellen, ist die eine Sache. Besichtigungen mit potenziellen Käufern und Käuferinnen durchzuführen, sich anzuhören, welche Mängel sie finden und mit ihnen über einen realistischen Kaufpreis zu verhandeln, ist eine andere. Hier lassen sich ältere Menschen, die schon lange in ihrem Haus oder der Eigentumswohnung leben, häufig von ihren Emotionen leiten, statt einen kühlen Kopf zu bewahren. Im Gespräch mit der Deutsche Leibrenten erklärt Wohnpsychologin Melanie Fritze, warum es nur natürlich ist, dass ältere Immobilienbesitzerinnen und -besitzer sehr emotional reagieren, wenn sie zu Hause ausziehen sollen.

Frau Fritze, viele Menschen leben 30 Jahre oder länger in einer gemieteten oder in der eigenen Immobilie. Was macht das mit uns, wenn wir so lange an ein und demselben Ort wohnen?

MF: Wer lange in einem Zuhause wohnen, gestaltet es nach den eigenen Bedürfnissen und personalisiert es. Die Räume und die Gegenstände sind mit Emotionen und Menschen verbunden. Indem man sich die Immobilie auf diese Weise aneignet, wird sie über die Jahre gewissermaßen ein Teil der eigenen Person.

Bekommt das eigene Zuhause im Alter einen höheren Stellenwert im Leben?

MF: Spätestens, wenn es im Alter zu körperlichen Einschränkungen kommt, verkleinert sich der Bewegungsradius. Dann werden das eigene Zuhause und die nahe Wohnumgebung zum Hauptlebensraum. Das ist der Grund, warum das eigene Zuhause  noch mehr an Bedeutung gewinnt. Die wichtigsten Bedürfnisse von älteren Menschen nach Orientierung, Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit und sozialer Kontakt werden beim Wohnen erfüllt. So hilft die gewohnte Umgebung ihnen, sich gut zu orientieren. Sie vermittelt Sicherheit und reduziert Stress, weil alles am gewohnten Ort ist. Zugleich erfüllt das Zuhause das das Bedürfnis nach persönlichen Beziehungen, sozialen Kontakten und Zugehörigkeit im Alter. Da es in diesem Lebensabschnitt nicht mehr so leicht ist, neue Kontakte zu knüpfen, sind Begegnungen mit den zum Teil langjährigen Nachbarinnen und Nachbarn häufig die einzige soziale Anbindung neben der Familie.

Ein Großteil der Senioren und Seniorinnen lebt heute im eigenen Haus oder in der Eigentumswohnung. Die Immobilie ist, wenn man so will, für viele der Lieblingsplatz, an dem sie den Ruhestand verbringen wollen. Wie würden sich Verkauf und Umzug im Alter emotional auswirken?

MF: Gerade im Alter fallen Veränderungen deutlich schwerer als in jüngeren Jahren. Veränderung bedeutet, etwas Vertrautes aufzugeben, das Geborgenheit und Sicherheit vermittelt und sich außerhalb der eigenen Komfortzone zu bewegen. Das fällt jedem schwer und älteren Menschen besonders, weil bei ihnen die Flexibilität ab- und das Sicherheitsbedürfnis zunimmt. Durch die oft starke Verwurzelung in den eigenen vier Wänden und der Wohnumgebung kann das Loslassen ein überaus schwieriger und schmerzhafter Prozess sein. Denn Verkauf und Umzug sind nicht nur ein Verabschieden vom alten Haus oder der Eigentumswohnung, sondern auch von alten Erinnerungen, Gewohnheiten und dem sozialen Umfeld.

Wie kann man diesem schmerzhaften Prozess des Loslassens vorbeugen?

MF: Viele ältere Menschen beginnen erst bei Krankheit, Unfall oder Einschränkung der körperlichen Mobilität über das Thema Wohnen im Alter nachzudenken. Damit sie nicht zur Veränderung gezwungen werden, muss der Prozess des Loslassens nach und nach geschehen. Es ist deshalb hilfreich, wenn der Prozessbereits zu einem Zeitpunkt einleitet wird, an dem es ihnen noch gut geht, etwa zu Beginn des Ruhestands. Dann können Rentnerinnen und Rentner bewusst und selbstbestimmt gestalten, wie sie im Alter wohnen wollen.

Wenn sich Eigentümerinnen und Eigentümer im Alter zum Verkauf durchringen, verlangen sie oft Mondpreise. Wie kommt es zu dieser Fehleinschätzung?

MF: Ältere Menschen, die jahrelang in ihrer Immobilie leben, haben dort viel Energie, Zeit und Liebe investiert. Für sie ist das Haus oder die Eigentumswohnung gefüllt mit Erinnerungen. Anders als für einen Makler oder eine Maklerin ist es für sie nicht nur die Lage der Immobilie, sondern zum Beispiel auch die nette Nachbarschaft und Gemeinschaft in der Straße, die eine Immobilie wertvoll macht. Durch das Baujahr sinkt das Haus nicht im Preis, die Summe der vielen Erinnerungen macht es noch wertvoller. Die Bedeutung und der emotionale Wert der Immobilie fließen also unbewusst in die Preisvorstellungen ein und können so zu einer unrealistischen Kaufsumme führen.

Wie können sich Käufer und Verkäufer beim Preis einigen?

MF: Um einen guten und realistischen Verkaufswert zu ermitteln, ist es wichtig, einen unabhängigen Gutachter oder eine Gutachterin einzuschalten. Wer verkauft, muss dann nicht annehmen, dass er oder sie über den Tisch gezogen wird. Es ist aber unbedingt notwendig, dem den Unterschied zwischen dem emotionalen Wert und dem Sachwert der Immobilie zu erklären. Die persönliche Arbeit in der Immobilie sollte wertgeschätzt werden und es muss erklärt werden, warum sie beim Verkaufspreis nicht berücksichtigt werden kann. So fühlt sich der Kunde oder die Kundin gesehen und kann besser verstehen, warum die eigene Schätzung und die Ermittlung des Verkehrswertes durch einen Gutachter möglicherweise weit auseinander gehen.

Bei einer Immobilienverrentung mit der Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG haben Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren die Möglichkeit, in liebgewonnener Umgebung so lange wohnen zu bleiben, wie sie es wünschen. Sorgt das nicht nur für mehr finanziellen Spielraum, sondern auch für einen größeren Wohlfühlfaktor im Alter?

MF: Da das Älterwerden ist mit vielen Unsicherheiten und Einschränkungen behaftet, kann die Möglichkeit des Verkaufs an das Unternehmen bei gleichzeitigem lebenslangen Wohnrecht eine enorme emotionale Entlastung bedeuten. Es entfallen die Sorgen, die finanziellen oder körperlichen Möglichkeiten für die Instandhaltung der Immobilie nicht mehr aufbringen zu können. Durch diese Absicherung können sich ältere Menschen entlastet und versorgt fühlen. Sie müssen nicht mehr Angehörige oder Freunde und Freundinnen um Hilfe bitten, was vielen im Alter sehr schwerfällt. Sie haben weniger Stress, weil sie nicht mehr alles selbst regeln müssen. Und mehr Klarheit, weil sie sich mit allen Belangen rund um die Immobilie an einen Ansprechpartner oder eine -partnerin wenden können.

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