FFP2-Masken: Mundschutz für Senioren weiterhin wichtig

Die Impfquote in Deutschland steigt täglich. Viele Senioren haben bereits den vollen Impfschutz gegen das Corona-Virus. Trotzdem sollten sie weiter vorsichtig sein und eine FFP2-Maske tragen.

Als im Dezember 2020 die Impfkampagne gegen das Corona-Virus in Deutschland startete, zählten Senioren zu den ersten, die einen Termin im Impfzentrum vereinbaren konnten. Ein großer Teil der Menschen über 60 Jahre ist mittlerweile vor einer Corona-Infektion geschützt. Für sie gelten seit Mai 2021 Ausnahmen von den Einschränkungen. RKI-Chef Lothar Wieler warnte vor kurzem, dass sich Bürger trotz steigender Impfquote noch viele Monate an die Grundregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten müssen. Dazu zählt für geimpfte Senioren neben Abstand halten auch das Tragen einer Maske. Mit den Hygiene-Maßnahmen will die Regierung verhindern, dass die Fallzahlen durch die Delta-Variante im Herbst wieder steigen und gegebenenfalls Einrichtungen erneut geschlossen werden müssen.

Warum muss die Maske weiterhin getragen werden?

Zwar versprechen die Impfungen laut Studien einen hohen Schutz vor einer Infektion, aber eben keinen hundertprozentigen Schutz. Deshalb erkranken deutlich weniger geimpfte Menschen an Corona, doch es gibt immer noch Fälle. Und auch vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen die Vakzine nicht zu 100 Prozent. Es ist deshalb im eigenen Interesse von Senioren, die Maske in öffentlichen Räumen mit Publikumsverkehr sowie draußen überall dort zu tragen, wo kein Abstand eingehalten werden kann. Zudem ist unklar, in welchem Maß eine Schutzimpfung die Übertragung des Virus reduziert. Das Tragen der Maske schützt also auch andere.

Reicht nach der Impfung eine Alltagsmaske?

Nein, auf die häufig selbstgenähten Masken aus Baumwollstoff sollte auch nach der Impfung verzichtet werden. Sie entsprechen keinen Anforderungen aus Gesetzen oder technischen Normen zur Filterleistung.

Was sind medizinische Masken?

Medizinische oder OP-Masken wurden für den Fremdschutz entwickelt. Sie schützen vor allem das Gegenüber vor infektiösen Tröpfchen, die zum Beispiel beim Husten oder Niesen freigesetzt werden. Diese Masken haben also eine klar definierte Filtereigenschaft, die von Herstellern eingehalten werden muss. Die Masken sind vom Hersteller als Einwegmasken entwickelt worden und sollten abgenommen und gewechselt werden, wenn sie feucht sind.

Wie unterscheiden sich medizinische und FFP2-Masken?

FFP2-Masken sind ursprünglich Gegenstände der Schutzausrüstung von Handwerkern und als „Staubschutzmaske“ bekannt. Wer sie trägt, wird aber nicht nur vor Partikeln geschützt, sondern auch vor Tröpfchen und Aerosolen. Als medizinische Gesichtsmasken müssen sie gültigen Gesetzen und Normen entsprechen und mindestens 94 Prozent der Aerosole filtern. Wie medizinische oder OP-Masken bieten FFP2-Masken auch Fremdschutz.

Was bedeutet das CE-Zeichen auf der FFP2-Maske?

CE ist eine Kennzeichnung für Produkte. Hersteller zeigen damit, dass sie die besonderen Anforderungen an das Produkt kennen und dass es diesen entspricht. Im Fall der FFP2-Masken müssen sie die europäische Norm EN 149:2001+A1:2009 einhalten und zusätzlich ein Konformitätsverfahren durchlaufen, das zum Beispiel von Dekra oder TÜV durchgeführt wird. Zum CE-Zeichen kommt dann die vierstellige Nummer der Stelle, die eine Musterprüfung durchgeführt hat. Erst danach dürfen die häufig in China produzierten Masken mit CE-Kennzeichen und vierstelliger Prüfnummer legal in Deutschland vertrieben werden.

Wie oft dürfen FFP2-Masken getragen werden?

Wie medizinische Masken sind auch FFP2-Masken Einwegprodukte. Im Schnitt kostet eine Maske zwischen ein und vier Euro pro Maske. Ein Preis, der das Budget von Senioren belasten kann. Zwar hat die Bundesregierung in diesem Jahr 12 Masken an jeden Senior ab 60 Jahren verteilt, die lediglich eine Zuzahlung von insgesamt vier Euro kosteten. Doch die Masken sind irgendwann aufgebraucht. Forscher haben herausgefunden, dass Menschen die Masken im Privatgebrauch durchaus häufiger nutzen können, wenn sie nach dem Tragen in trockener Raumluft für sieben Tage aufbewahrt werden. Durch dieses Verfahren verringert sich die Menge an infektiösen Corona-Viren auf ein akzeptables Maß. Spätestens nach fünfmaligem Gebrauch sollte die Maske aber entsorgt werden.

Wie trage ich die Maske richtig?

Die FFP2-Maske sollte eng an Mund, Wangen und Nase bis zum Kinn anliegen. Vor dem Aufsetzen sollten die Hände gewaschen werden und beim Abnehmen die seitlichen Ohrschlaufen genutzt werden, damit die Außenseite der Maske möglichst nicht berührt wird.

Sind FFP2-Masken wirklich sicher?

Es gab bereits viele Gerüchte über die Qualität von FFP2-Masken. So ließen die Bundesländer Millionen Schutzmasken zurückgehen, die das Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2020 beschafft hatte. Stationäre Apotheken aber auch Versandapotheken versichern, dass die von ihnen verkauften Produkte den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Wie lange muss die Maske nach der Impfung noch getragen werden?

Bislang hat der Impfstatus keine Auswirkungen auf das Tragen einer Maske. Auch Geimpfte müssen die Maske tragen, wo sie vorgeschrieben ist. Experten schätzen, dass die Maskenpflicht je nach Infektionsgeschehen uns noch bis zum Winter begleiten wird.

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