7 Tipps für ein gesundes und langes Leben: Mit einfachen Dingen glücklich sein

In Deutschland nimmt die Alterung der Gesellschaft an Fahrt auf. Derzeit sind 21 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre und älter, 2030 wird es bereits knapp ein Drittel sein. Doch 100 Jahre alt zu werden, schaffen die wenigsten. In einigen Regionen auf der Welt sieht das anders aus. Was tun die Menschen dort für ein langes Leben?

In Deutschland werden Männer heute durchschnittlich 78,6 Jahre und Frauen 83,4 Jahre alt. Verglichen mit früheren Generationen lebt die Bevölkerung in Deutschland immer länger. Doch in einigen Landstrichen auf der Welt wird die Bevölkerung überdurchschnittlich alt. Ein Alter von 100 Jahren und mehr ist hier keine Seltenheit.

Blaue Zonen: 100 Jahre alt werden

Anfang der 2000er Jahre berichtete der Journalist Dan Buettner erstmals über die sogenannten Blue Zones. Mit seinem Team bereiste er fünf Regionen auf der Welt, die er als „Blaue Zonen“ bezeichnet. Zu diesen Hotspots des langen Lebens zählt Buettner Okinawa (Japan), die Barbagia-Region auf Sardinien (Italien), die Nicoya-Halbinsel (Costa Rica), Ikaria (Griechenland) und die Siebenten-Tag-Adventisten von Loma Linda (Kalifornien).

Sind diese Regionen besonders reich und leben dort die besten Ärzte mit den fortschrittlichsten Medikamenten? Die Antwort lautet nein. Trotzdem haben die Menschen dort eine deutlich höhere Lebenserwartung. Sie sind bis ins hohe Alter hinein fit und gesund. Moderne Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes gibt es dort kaum, und auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist sehr viel geringer. Was also machen die Bewohner dort anders?

Langes Leben: Auf den Lebensstil kommt es an

Alle Bewohner der Blauen Zonen haben eines gemeinsam: einen gesunden Lebensstil. Darauf kommt es ihnen an:

Körperliche Aktivität

Ins Fitnessstudio gehen? Das machen sie so gut wie gar nicht. Sie achten vielmehr darauf, Bewegung in ihren Tagesablauf einzubauen. Die Bewohner gehen zur Arbeit, wandern und arbeiten im Garten oder auf dem Feld. Mäßige körperliche Aktivität gehört zu ihrem Alltag. Und da sie häufig im Freien sind, kurbelt die Bewegung an der frischen Luft und in der Sonne die Vitamin-D-Produktion an. Das sorgt für gute Stimmung.

Stress vermeiden

Auszeiten sind wichtig, deshalb vermeiden sie wenn möglich Hast und Eile. Die Menschen nehmen sich Zeit um abzuschalten. Denn Stress kann die Ursache für Entzündungen im Körper sein und für Herzinfarkt. Gut zu wissen: Wer 15 Minuten pro Tag bewusst entspannt, senkt den Stresslevel bereits.

Ausreichend Schlaf

Sie schlafen im Schnitt acht Stunden pro Nacht. In einigen Regionen legen sie tagsüber eine kleine Siesta ein. In anderen schlafen sie kurz nach Einbruch der Dunkelheit ein und stehen bei Sonnenaufgang auf. Immer wieder betonen Wissenschaftler, wie wichtig mindestens 7 Stunden Schlaf für die Gesundheit sind. Denn damit stellen wir unsere Leistungsfähigkeit sicher und verringern das Risiko von Atherosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Sich überwiegend pflanzlich ernähren

Die Bewohner ernähren sich vorwiegend mit unverarbeiteten, pflanzlichen Zutaten aus der Region. Auf ihrem Speiseplan stehen Hülsenfrüchte – vor allem Bohnen, Nüsse und häufig Gemüse, das sie selbst anbauen. Und sie achten darauf, wieviel sie essen. So hören die Menschen in Okinawa beispielsweise auf zu essen, wenn sie das Gefühl haben, ihr Magen sei zu 80 Prozent gefüllt. Alkohol gibt es allenfalls in moderaten Mengen und wenn, dann am liebsten Wein.

Einen Sinn im Leben finden

Sie haben einen Grund, um jeden Tag aus dem Bett zu springen. Das kann die Arbeit sein, die Familie oder ein Hobby, für das sie brennen.

Teil einer Gemeinschaft sein

Die Menschen in diesen Regionen halten sich überwiegend in Gemeinschaft auf. Sie verbringen viel Zeit mit Freunden, gehören einer Organisation oder einer religiösen Gemeinschaft an. Die Familie steht an erster Stelle. Man kümmert sich dort umeinander. Kinder sind ein Segen und die Ältesten werden mit Respekt behandelt. Das sorgt für Geborgenheit und steigert das Glücksgefühl.

Glücklich sein und alt werden

Wie wichtig Glück für eine langes Leben ist, erläuterte Dan Buettner auf der amerikanischen Webseite „Experience Life“. Glück, über das ganze Leben eines Menschen verteilt, sehe grafisch ähnlich wie ein U aus, so der Autor. In jungen Jahren steige das Glücksgefühl, um dann in den 40ern zu fallen. Nach dem 55. Lebensjahr beginne die Kurve wieder zu steigen und das bliebe für das restliche Leben so. Denn: „Wenn wir älter werden, neigen wir dazu, mit einfachen Sachen glücklich zu sein.“

Beitrag teilen:
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on print
Print
Share on email
Email
Share on facebook
Facebook
Mehr über die Immobilienrente erfahren: